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LKW-Unfall am Maschener Kreuz: Fehlende Rettungsgasse und pöbelnde Autofahrer behindern Einsatzkräfte

Rettungsgasse 2017
Herausgegeben von in So nicht ·
Maschen. Ein schwerer LKW-Unfall sorgte am Dienstagabend auf der A1 Richtung Bremen am Maschener Kreuz für eine stundenlange Vollsperrung der Autobahn. Der 47-jährige Fahrer eines Lkw mit Kühlanhänger musste aufgrund der Verkehrslage bremsen. Hinter ihm fuhr ein 48-jähriger Fahrer eines türkischen Sattelzuges mit seinem Fahrzeug nahezu ungebremst auf den haltenden Anhänger auf.


Gestern stießen auf der A1 beim Maschener Kreuz zwei LKW zusammen. Beide Fahrer wurden leicht verletzt. Stundenlang war die Autobahn gesperrt, aufgrund einer fehlenden Rettungsgasse hatten die Einsatzkräfte Schwierigkeiten, zum Einsatzort zu gelangen.  Foto: Feuerwehr

Durch die Wucht des Aufpralls kam er ins Schleudern: Der Anhänger riss ab, stürzte um und blieb kopfüber auf dem Parallelstreifen liegen. Beide LKW-Fahrer wurden leicht verletzt, der Sattelzug wurde im Frontbereich schwer beschädigt. Die Polizei schätzt den Gesamtschaden auf rund 330.000 Euro.

Gegenwehr und Pöbeleien gegenüber Einsatzkräften sind Gründe für unsere Petition

Die ersten anrückenden Einsatzkräfte hatten massive Probleme, an die Unfallstelle zu gelangen: Eine Rettungsgasse war nicht vorhanden, die im Stau stehenden Autofahrer machten nicht oder nur widerwillig Platz für die anrückenden Einsatzkräfte. "Gegenwehr und Pöbeleien sind nicht nur eine Unverschämtheit, sie kosten auch kostbare Zeit, Zeit die Leben kosten kann. Jeder sollte mal daran denken, dass er selber auf dringende Hilfe warten könnte." so ein Feuerwehrmann vor Ort zu den Geschehnissen.

Helfen Sie uns, damit solche Fälle keine Schule machen und zum neuen Trend werden und unterstützen Sie unsere Petition zur Nachbesserung des Verkehrsrechts bei Behinderung von Einsatzfahrzeugen mit Sonderrechten bei Staus.

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Feuerwehrmann musste auf Bildung einer Rettungsgasse hinweisen

Ein Feuerwehrmann musste weit vor der Unfallstelle aussteigen und alle Fahrer freundlich, aber bestimmend auf die sofortige Bildung einer Rettungsgasse hinweisen. Leider trafen sie immer wieder auf leichte, aber störende Gegenwehr und kleine Pöbeleien. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte waren die beiden LKW-Fahrer bereits aus den Fahrerkabinen befreit. Sie wurden von den Kräften des Rettungsdiensts versorgt und anschließend in umliegende Krankenhäuser gebracht.

Da auch der Dieseltank der Zugmaschine des Sattelzugs beschädigt war, pumpten die Feuerwehrkräfte den Tankinhalt in bereitstehende Ersatzfässer um. Für die Feuerwehr Maschen war der Hilfeleistungseinsatz nach einer Stunde beendet. Für die Dauer der Rettungs- und Aufräumarbeiten musste die A 1 im Bereich des Maschener Kreuzes in Richtung Süden für mehrere Stunden voll gesperrt werden.

Sattelzug-Fahrer noch in der Nacht vernommen

Der Verkehr staute sich auf bis zu 15 km Länge. Laut Polizei waren auch sämtliche Nebenstrecken um das Maschener Kreuz herum überlastet. Erst gegen 3 Uhr morgens konnten die letzten Sperrungen aufgehoben werden.

Der Fahrer des türkischen Sattelzuges wurde noch in der Nacht vernommen. Hierbei gab er an, akute gesundheitliche Probleme gehabt zu haben. Außerdem habe die Bremsanlage nicht richtig reagiert. Um diesen Umstand zu überprüfen, wurde der Sattelzug für weitere Untersuchungen sichergestellt.


Durch die Wucht des Aufpralls landete der LKW-Anhänger kopfüber auf der Gegenfahrbahn. Die Aufräumarbeiten zogen sich bis zum frühen Mittwochmorgen. Foto: Feuerwehr





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